Archive for the ‘WHO Konferenz Umwelt und Gesunheit’ Category

Mobilitätsmanagement für Schulen in der EU

12/03/2010

Bei einem der vielen Sideevents stellt die Stadt Modena ihre Maßnahmen in Richtung Umwelt und Gesundheit vor. Neben Ernährungsinformation erfahre ich von dieser Italienischen Stadt mehr über ein mir wohl bekanntes Projekt: Nämlich Mobilitätsmanagement für Schulen. Überhaupt hat sich das „österreichische Mobilitätsmanagement“ in den europäischen WHO-Ländern stark und weit verbreitet. Sicher auch durch das Engagement des Verkehrsabteilung des Umweltministeriums.

Belgien will auch mehr darüber erfahren.

In Parma gibt es außerdem den Piedibus (Pedibus), der in allen Bundesländern Österreichs evtl. zeitgleich Einzug gehalten hat. Die Vertreterin aus der Schweiz freut sich, dass der Autobus auf Füßen auch in Österreich mit „Pedibus“ bezeichnet wird.

Klimaschutz und Gesundheit

Die Organisation HEAL, Health & Environment Alliance, strich in zahlreichen Dokumente die Synergien von Klimaschutz und Gesundheit hervor.

Wird weniger Öl verbrannt (in Fabriken, um Strom zu erzeugen, beim Autoverkehr) oder werden mehr umweltfreundliche Verkehrsmittel benutzt so wird nicht nur das Treibhausgas Kohlendioxid reduziert – sondern es werden auch weniger Luftschadstoffe ausgestoßen. Weniger Abfall ist besser fürs Klima und außerdem gibt es weniger gefährliche Stoffe die sich ausbreiten. Zusammengefasst heißt es:

What’s good for climate is good for health

Persönliches Conclusio

Auf der Konferenz wurden zahlreiche Aktivitäten vorgestellt und sie können in Summe als positiver Ideen- und Erfahrungsaustausch dienen. Die Präsentation der HS Gaweinstal über die praktischen Erfahrungen vom Mobilitätsmanagement für Schulen, war dabei ein Mosaikstein der Gesamtkonferenz und frischte das theoretische Konferenzgeschehen mit konkreten Praxisbeispielen auf.

Legal Acts – Gesetze und konkrete Maßnahmen auf allen Ebenen sind jedenfalls wichtige weitere Bestandteile – die darauf folgen sollten.

Die Klimabündnis-Schulexpertin Maria Hawle berichtet von der WHO-Ministerkonferenz in Parma.

Impressionen aus Parma

12/03/2010

11. März: Die Sonne scheint wieder nach einem enormen Schneefall.

Mit den etwas über 180.000 EinwohnerInnen und der kompakten Bauweise, bietet Parma ideale Vorraussetzungen für Wege, die zu Fuß zurück gelegt werden können. Trotz Schnee sind auch hier RadfahrerInnen unterwegs.

Laut Auskunft des Bürgermeisters, kommt dieser gut sichtbare Anteil an RadfahrerInnen nicht von ungefähr, sondern durch gezielte Förderung (Gehsteige, Radwege, kurze Ampelschaltungen usw.)

Dies beweist, wie eine gezielte Raum- und Verkehrsplanung das Bild einer Stadt prägen kann.

Viele KonferenzteilnehmerInnen legen die Wege zwischen Hotel und Konferenzzentrum auch wirklich per Pedes zurück. Natürlich ist nicht alles perfekt und bei den zwei stark befahrenen Straßen stinkt es nach Autoabgasen. Der öffentliche Verkehr ist nicht stark vertreten. Doch wenn man zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sein kann, so ist umweltfreundliche Mobilität kein Problem. Parks mit Grünflächen (jetzt noch Schneeflächen) sind wesentliche und wichtige Bestandteile.

Am 12. März streikt wieder die Bahn. Hier kommt zur Diskussion: Vielleicht ein Grund warum die BewohnerInnen Italiens so an ihrem Auto festhalten?

Die Klimabündnis-Schulexpertin Maria Hawle berichtet von der WHO-Ministerkonferenz in Parma.

Auszeichnung für das PORG Volders

11/03/2010

Glückwunsch an eine unserer Klimabündnis-Schulen. Das PORG Volders aus Tirol wurde heute bei der WHO-Ministerkonferenz für Umwelt & Gesundheit ausgezeichnet. Den Preis überreichte der Generalsekretär des Lebensministerium Reinhard Mang an Direktor Franz Leeb.

Reinhard Mang (Lebensministerium) mit Direktor Franz Leeb vom PORG Volders.

Den sogenannten CEHAPE-Awards erhielt die Klimabündnis-Schule für ihr Engagement im Bereich „klimafreundliche Mobilität“. Die Schule organisierte eine Demonstration gegen die Transitbelastung in der Region. Mit den „Gehzeugen“ – einer vom Experten für sanfte Mobilität, Prof. Hermann Knoflacher, entwickelten Holzkonstruktion, die den enormen Platzbedarf eines Autos aufzeigt – gingen 25 SchülerInnen mit ihren LehrerInnen durch die Straßen und sorgten für großes mediales Echo.  

Umdenkprozess wurde eingeleitet

 Die SchülerInnen des PORG Volders setzten sich im Vorfeld der Demonstration näher mit den gesundheitlichen Konsequenzen des Transitverkehrs auseinander. ÄrztInnen wurden eingeladen und gemeinsam über Auswirkungen und Lösungsansätze – wie Geschwindigkeitsbegrenzungen – diskutiert. Ein Fragebogen wurde erstellt und Workshops abgehalten. Durch die hohe Anzahl von Presseberichten wurde auch die Öffentlichkeit informiert und für das Thema sensibilisiert. Aber auch an der Schule selbst setzte ein Umdenkprozess ein. Immer mehr SchülerInnen und LehrerInnen stiegen auf klimafreundliche Fortbewegungsmittel um. Bester Indikator: Die Radabstallanlage wurde zu klein.

Die Klimabündnis-Schule beteiligte sich am klima:aktiv mobil Aktions- und Beratungsprogramm „Mobilitätsmanagement für Kinder, Eltern und Schulen“ und wurde im Zuge dessen bereits als klima:aktiv mobil Partner ausgezeichnet.

Die Klimabündnis-Schulexpertin Maria Hawle berichtet von der WHO-Ministerkonferenz in Parma.

HS Gaweinstal bei der WHO-Konferenz

09/03/2010

Maria Hawle

Von 10. bis 12. März geht in Parma in Italien die 5. WHO-Ministerkonferenz über die Bühne. Sie bildet die nächste Etappe im Prozess Umwelt und Gesundheit in der Europäischen Region und wird das Handeln der Länder maßgeblich prägen. Die besten Ideen werden präsentiert und diskutiert. Mitten drin statt nur dabei ist auch die vom Klimabündnis betreute klima:aktiv mobil Profischule HS Gaweinstal aus dem Bezirk Mistelbach in Niederösterreich. Emily Hensel stellt im Zuge der Konferenz die Maßnahmen der Schule im Bereich umweltfreundliche Mobilität vor internationalem Publikum vor.

Klimafreundliche Mobilität an der HS Gaweinstal

Hier ein Rückblick auf die Erfolgsgeschichte made in NÖ: Im November 2008 wurde eine Online-Mobilitäts-Befragung durchgeführt und ausgwertet. Die 1. und 2. Klassen erhielten im Anschluss Ortspläne und zeichneten alle ihre Wege zur Schule ein. Seit Ostern 2009 gibt es jeden Mittwoch einen so genannten „Radlwadl-Tag“. SchülerInnen gestalteten zudem im Rahmen des EDV-Unterrichts einen Rad-Pass – die fleißigsten RadlerInnen erhalten am „Tag des Rades“ einen Preis. An diesem Tag gibt es unter anderem Geschlicklichkeitsrennen, aber auch gezielte Verhaltensübungen im realen Straßenverkehr.

Weiters wurde umgesetzt: Fahrrad-Workshops, Radwandertage, Ausbildung einiger SchülerInnen zu Bus-LotsInnen.