Gold – ein bleibender Wert?

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Im Rathaus von Cajamarca werden wir nicht vom Bürgermeister empfangen. Dieser wurde zur Zentralregierung nach Lima gerufen. Dort geht es angeblich um ein Projekt zur Wasserversorgung der Stadt. Die Rede ist von einem Dammbau. Der Vizebürgermeister erzählt uns indessen von den Herausforderungen: „Seit dem Beginn des Goldbergbaus hat die für die Stadt verfügbare Wassermenge stark abgenommen.“

Wenn es nicht regnet, fehlt noch mehr Wasser. Das Zerstören der Lagunen in denen die Flüsse ihren Ausgang nehmen und die Verschmutzung des Trinkwassers wird beklagt. „Die soziale Verantwortung des Bergbauunternehmens Janacocha manifestiert sich nicht in adäquater Form,“ sagt der Vizebürgermeister. Die Zahlen bestätigen diese Einschätzung.

Cajamarca liegt gleich in 3 Kategorien an 1. Stelle in Peru. Bei der Unterernährung von Kindern, der Kindersterblichkeit und in Sachen Analphabetismus.

Nach 20 Jahren Goldabbau in der Region. Dabei hat der peruanische Staat gemäß der „Gesellschaft für bedrohte Völker Schweiz“ allein im Jahr 2012 Gold im Wert von 9,5 Milliarden US Dollar exportiert. Davon ist in der Region nicht viel zu sehen. Für die Bevölkerung von Cajamarca hat Gold keinen bleibenden Wert.

Die Klimabündnis-Delegation im Dialog mit dem Vizebürgermeister von Cajamarca.

Die Klimabündnis-Delegation im Dialog mit dem Vizebürgermeister von Cajamarca.

Für das Klimabündnis Österreich berichtet Emil Benesch im Rahmen des Europe Aid Projektes „From Overconsumption to solidarity“ aus Peru.

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