Unterschiedliche Wahrnehmungen des Goldabbaus

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Ein Treffen mit Vertretern der „Camera de Commercio“ läuft schmerzhaft, jedoch überaus höflich ab. Niemand schreit auf. Mit viel Geduld hören wir uns haarsträubende Wortmeldungen an. Probleme orten die 7 Vertreter der örtlichen Handelskammer an unerwarteten Stellen. Viel zu klein seien die bäuerlichen Betriebe. Und die meisten kritischen Menschen der Region hätten alle nicht genug Bildung und keine Ahnung, sodass sie Gutachten über die Auswirkungen von Janacocha ohnehin nicht interpretieren könnten. Weswegen diese Informationen auch gar nicht zu sehr veröffentlicht werden bräuchten. Das Absprechen von Menschenrechten nimmt Holger Matthäus, Senator für Infrastruktur der Stadt Rostock und Vorstandsmitglied von Klimabündnis Europa zum Anlass darzulegen, wie Bürgerrechte in Behördenverfahren in Deutschland gesichert werden.

„Landwirtschaft und Goldbergbau sind gut nebeneinander möglich“, heißt es von Seiten der lokalen Wirtschaft.

„Wir dürfen das Wasser weder verschwenden noch verschmutzen.“ Zitat und Bild von Papst Franziskus in der Auslage eines Käse und Milch Geschäftes von Cajamarca.

„Wir dürfen das Wasser weder verschwenden noch verschmutzen.“ Zitat und Bild von Papst Franziskus in der Auslage eines Käse und Milch Geschäftes von Cajamarca.

Was in den entstehenden Kratern, auf einer Abraumhalde, oder den vergifteten Böden geerntet werden soll, wollte niemand näher ausführen. Das Highlight des Besuches war ein 20 minütiger Monolog eines Arztes über die wirtschaftliche Entwicklung Perus und das jährliche Wirtschaftswachstum von 5%. Dem Mediziner, der für den Mienenbetreiber Janacocha arbeitet, gelang das Kunststück nicht einmal über die gesundheitlichen Auswirkungen der Zyanid und Schwermetallbelastung auf die Arbeiter in den Goldmienen zu sprechen. Dafür wurden große Fortschritte in Cajamarca in den Raum gestellt.

Ich frage mich: Welche Fortschritte? Gemäß Human Development Index ist Cajamarca von 23 Regionen die 2 ärmste in Peru. Nach 20 Jahren Goldabbau.

Für das Klimabündnis Österreich berichtet Emil Benesch im Rahmen des Europe Aid Projektes „From Overconsumption to solidarity“ aus Peru.

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