Unsere Ankunft in Peru – auf den Spuren der Spanier

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Perus Hauptstadt Lima liegt am Pazifik und ist benannt nach einem Fluss. Heute Wohnort für 10 Millionen Menschen. Wir starten mit einer Stadtrundfahrt. Eines der ersten Gebäude, das ins Auge springt ist jenes der Botschaft von Kanada, unerwartet riesig, modern, burgartig. In Zeiten, wo Botschaften geschlossen werden, leistet sich Kanada in Peru eine besondere Repräsentanz. Ich erinnere mich, dass kanadische Bergbauunternehmen in Peru groß im Geschäft sind. Da besteht wohl ein Zusammenhang.

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Spanien ist nicht in Freundschaft gekommen

Im Stadtzentrum haben wir immer wieder das Gefühl, in Spanien zu sein. Die Kolonialarchitektur erinnert an jene Zeit, da Spanien Menschen wie Francisco Pizarro in die Welt schickte. Auf die Einladung des Inka Königs zu einem gemeinsamen Gastmahl mit Gastgeschenken für die fremden Europäer reagiert der Spanier mit Gewalt. Spanien ist nicht in Freundschaft gekommen. Unterdrückung und Vernichtung sind angesagt. Eine bedeutende Rolle im Krieg gegen das Inka Reich und seine Bevölkerung kam den Pferden zu. Groß, unheimlich, unbekannt verbreiteten sie Angst und Schrecken. Der Terror war nicht von kurzer Dauer. Noch 200 Jahre nach dem Eintreffen der ersten Spanier ließ man im 17. Jahrhundert Inka Könige öffentlich in Stücke reißen und verschickte die Körperteile in die 4 Landesteile.

Triebfeder des Handelns war von Anfang an die Suche nach Reichtum, Besitz und Macht. Europa hatte es auf das Gold der Inka abgesehen. Es war der Traum den Mann aus Gold, „El Dorado“ zu finden. Koste es was es wolle.

Vor dem Präsidentenpalast bringt uns die Zeremonie der Wachablöse ins Staunen. Was für eine Symbolik, Ritter hoch zu Ross, erinnern unweigerlich an Pizarro und die „Conquistadores“. Ein Trauma für die indigene Bevölkerung wird zelebriert. Wenige Schritte weiter eine Prozession zu Ehren von Santo Antonio von Padua mit Blasmusik und bunt gewandeten Menschen. Die Ornamente auf den Kleidern stellen Inca Symbole dar und leiten sich z.B. vom fugenlosen Bauen von Steinmauern und Stadtmauern, einer besonderen Fertigkeit, her.

„Schon gesehen? Es gibt hier keine Kanalgitter.“

Am Ende unseres Spaziergangs durch die Stadt erfahren wir, dass in Lima nur 7 cm Regen im Jahr fallen. Das entspricht einem Zehntel vom Niederschlag in Wien. Der Klimawandel wird laut Prognosen mehr Regen in Lima bringen. Die Bewohnerinnen freut das nicht. Denn die Stadt ist dafür nicht vorbereitet. Es gibt weder Regenwasserkanäle unter den Straßen noch Dachrinnen.

Eine aktuelle Herausforderung Limas ist die Luftqualität. Leider ist die Stadt jene mit der höchsten Luftbelastung in Lateinamerika. Die Emissionen stammen von Verkehr und Industrie.

Wir spüren die Luftbelastung am eigenen Leib und freuen uns darauf demnächst hoch oben in den Anden tief durchatmen zu können.

Für das Klimabündnis Österreich berichtet Emil Benesch im Rahmen des Europe Aid Projektes „From Overconsumption to solidarity“ aus Peru.

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