Es war das Highlight in der Europäischen Mobilitätswoche in NÖ: der RADLresonanzREKORD in Langenlois. Ziel war es, die geräuschvollste Fahrradkolonne zu bilden.
Und das Ziel wurde mehr als nur erreicht. Als ich eineinhalb Stunden vor Beginn der Veranstaltung am Holzplatz – dem Ortszentrum in Langenlois – ankam, war das Ortszentrum bereits voll. Voller RadlerInnen, viele davon verkleidet und alle davon mit großer Lust, so richtig laut zu werden. Mitten drin im Gewusel ein trachtig gekleideter Mann mit einem riesigen Korb am Buckel aus dem ein noch riesigerer Kukuruz (nur so zur Info: der österreichische Name des Mais, Kukuruz, wird von den ungarischen Bauern, den Kuruzzen, abgeleitet) herausschaut. Und die Ortsfeuerwehr ist auch unterwegs. Natürlich auch mit dem Rad, diesmal aber nicht mit einem Horn, sondern mit einer Trommel. Ganz auf Teamwork: Einer hat sie umgeschnallt und dreht kräftig mit der Ratsche, zwei andere hauen von links und rechts drauf. 400 RadlerInnen waren es schlussendlich – doppelt so viele wie erwartet.
Der RADLresonazTAG war ein Fest, ein Fest für die RadlerInnen und ein Fest für klimafreundliche Mobilität. Eine sehr gute Idee, bei der der Spaß im Vordergrund. Und auch wenn es laut war. Auch der Vergleich spricht für das Rad: Der Durchschnittspegel betrug in rund 3 Metern Abstand 90 dBA – kein Vergleich aber zum Geräuschpegel drei Meter neben einer stark befahrenen Bundesstraße oder Autobahn.
von Claudia Daniel (Klimabündnis NÖ).
